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Politisches Handeln im Hypersystem Natur

H. K. Erben  

"Eine angemessene Regulation des Bevölkerungsumfangs der gegenwärtigen Menschheit kann ... auf zwei Wegen erfolgen:

  • durch die Auswirkung der natürlichen, spontanen Hemmfaktoren des Populationswachstums, wie sie von der Umwelt [ohne Rücksicht auf menschliche Wertvorstellungen] ausgehen,

  • durch die Auswirkungen künstlicher, freiwilliger vom Menschen selbst eingeführter Hemmfaktoren der Bevölkerungszunahme [unter weitgehender Beachtung menschlicher Wertvorstellungen].

Das Ziel beider wäre, wenn die Gesamtpopulation überleben soll, ein Einschwenken der Wachstumskurve in den Verhulst-Pearl-Verlauf, also ein Nullwachstum der Weltbevölkerung".

B. de Jouvenel  

"Die Politik braucht eine "Wissenschaft der Früherkennung, die mit Kontroll- und Entscheidungsbefugnissen ausgerüstet sein" muss."

Demokratie kann keinesfalls angesichts der menschlichen Probleme mit dem Hypersystem Natur "Basisdemokratie" sein. Das Subsystem Menschheit, die Gattung Homo sapiens, bedarf in ihren Staaten "Grenzüberwacher", Boundary Spanners, an den Grenzen von Staaten, Gesellschaften hin zur natürlichen Umwelt. Sie müssen sich aus dem Bereich naturwissenschaftlich Ausgebildeter rekrutieren und die Aufgabe haben, das Handeln von Legislative, Judikative und Exekutive auf Naturverträglichkeit zu überwachen. Das Subsystem Menschheit muss dem Hypersystem Natur angepasst werden, damit provozierte Rückwirkungen der Natur auf die Menschheit unseren Wertvorstellungen nicht widersprechen. Man bedenke, dass solche Rückwirkungen mangels Passung durchaus Ausmaße von Katastrophen annehmen können.

Aussagen wie z.B. die des Politologen Warnfried Dettling: Es könne kein politisches Mandat der Wissenschaft geben, es gebe aber ein wissenschaftspolitisches Mandat der gesamten Gesellschaft, da Wissenschaft eine gesellschaftliche, ja politische Veranstaltung sei, muss unter diesem Aspekt gesehen und scharf kritisiert werden. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse unterliegen nicht demokratischer Kontrolle. Sie befinden sich in einer höheren, geistigen Ebene über der des sozialen und politischen Handelns.

Die Naturwissenschaften sind nicht nur ein kulturelles Ereignis, die Selbstverwirklichung von Wissenschaftlern oder eine Zubringertätigkeit für wirtschaftlich verwertbare Techniken, sie lässt die Menschen erkennen, wo sie sind und wie sie leben.

Wir haben aber selbstverständlich die demokratische Freiheit zur kollektiven Selbsttötung oder Verelendung. Nur was ist mit der Minderheit in der Demokratie, die weiter leben will? Wird sie durch die demokratische Mehrheit nach unserem moralischen Verständnis ermordet? Trifft nach dem Verständnis der Juristen die Begriffe Mord und Totschlag nicht jeden Einzelmenschen?

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