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Wissenschaft und Weltbild

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Weltbild

"Im Unterschied zum klassischen Rationalismus behauptet der kritische Rationalismus [oder kritische Realismus] die prinzipielle Widerlegbarkeit alles erfahrungswissenschaftlichen Wissens. Die einzige Methode des Erkenntnisgewinnes auf der Basis von Erfahrung besteht demnach in der kritischen Auseinandersetzung mit dem vermeintlich Gewussten, wobei die Konfrontation mit neuen Erfahrungsdaten eine zentrale Rolle spielt.

Aussagen, zu denen keine widerlegbare Erfahrung denkbar ist, sind als unwissenschaftlich zu verwerfen. Die Empirie kann aber nicht, wie der klassische Empirismus gemeint hat, Wissen endgültig verifizieren, sondern kann immer nur Hypothesen vorläufig bestätigen.

Der kritische Rationalismus erhebt die Falsifikation zu Methode:
Alle Hypothesen müssen immer wieder Tests unterworfen werden. Dabei sind solche Tests zu bevorzugen, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Widerlegung besonders groß ist (»riskante Tests«). Eine Hypothese, die viele Widerlegungsversuche überstanden hat, heißt bewährt. Selbst die fundamentalen Prinzipien der Wissenschaft, beispielsweise das Kausalprinzip, sind nur hochgradig bewährte Hypothesen, die sich als falsch erweisen können [...] Der wissenschaftliche Fortschritt wird vom kritischen Rationalismus im wesentlichen als stetiger Prozess gesehen, in dessen Verlauf Theorien so erweitert werden, dass sie immer mehr Phänomene erklären können. Verschiedene Theorien über einen Gegenstandsbereich sind prinzipiell hinsichtlich ihres Wahrheitsanspruches miteinander vergleichbar, weswegen sich

der wissenschaftliche Fortschritt als zunehmende Annäherung an die (nicht erreichbare) Wahrheit

darstellt."

(Quelle: Brockhaus Enzyklopädie, Band.12. Seite 528 f. 1990.)


Karl Raimund Popper "Da jeder Versuch, den Schluss von besonderen Sätzen auf allgemeine Sätze (mangels eines Induktionsprinzips) selbst noch durch Erfahrung zu rechtfertigen, in einen infiniten Regress führe, müssten die Naturgesetze als sinnlose Sätze betrachtet werden. Unter Verzicht auf die Entscheidbarkeit der Wahrheit empirischer Aussagen schlug [Karl Raimund] Popper als Ausweg eine auf der Asymmetrie zwischen Verifizierbarkeit und Falsifizierbarkeit basierende deduktive Methodik vor. Danach soll ein allgemeiner Satz als falsifiziert aus dem System vorläufig bestätigter wissenschaftlicher Sätze gestrichen werden, wenn ihm ein Beobachtungssatz besonderer Art widerspricht."

(Quelle: Brockhaus Enzyklopädie. Band 17. Seite 363. 1992.)

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