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Das anthropozentrische Selbstbild des Menschen

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Ernest Jones Ernest Jones

Psychoanalytiker

"Die Ablehnung fremder Ideen einschließ derer, die unsere Umgebung betreffen, ist vor allem eine Folge des inneren Widerstandes gegen die Selbsterkenntnis [...]

Die Argumente, die gegen eine neue Erkenntnis vorgebracht werden, sind in ihrer Ähnlichkeit fast monoton: Sie zerstören einen kostbaren Besitz oder schmälern ihn, sie ist entwürdigend, materialistisch oder gar atheistisch. Sie wird die Menschheit um ihr hohes Selbstgefühl bringen, ihre gute Meinung über sich selbst beeinträchtigen oder ihr etwas nehmen, das ihr besonders teuer ist. Dieses »Etwas« ist fast immer von ästhetischer, ideeller, ethischer oder religiöser Natur, also etwas, das der Mensch als sein höchstes Gut schätzt [...]
Der Mensch klammert sich sowohl an seine Illusionen als auch an die Unwissenheit"

... und pflegt seine Illusionen und seine Unwissenheit in der diese verstärkenden sozialen Gruppe, bringt diese in die demokratische Meinungsbildung ein und trägt so selbst zum Aufbau gruppenspezifischer Zeichen und Normen, zur Festigung des Korpsgeistes, zum sozialen Zwang und zur Unterdrückung der wissenden und erkennenden Minderheiten bei. Dadurch werden die Illusionen und die Unwissenheit gemeinschaftlich gestärkt und durch Abwehr jeglicher wissenschaftlich-sachlichen Aufklärung als "auch nur deine persönliche Meinung" gesichert. Wie könnte man da mit Irenäus Eibl-Eibesfeldt hoffen, dass Menschen "die Handlungen von den Antrieben lösen", um dann ihre "Willenskraft" erfolgreich und vor allem im Sinne der Humanität einzusetzen"?


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