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Die Enthemmung menschlichen Handelns durch die Naturwissenschaft

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Heinrich K. Erben Heinrich K. Erben

Paläobiologe

"In vielen Fällen von Übervölkerung sind histologische und Größenveränderungen der das Adrenalin produzierenden Nebenniere, entsprechende Umstellungen im Hormonhaushalt sowie damit zusammenhängende Änderungen der körperlichen Entwicklung und des individuellen Verhaltens als dichteabhängige Stress-Erscheinungen und Hemmfaktoren des Populationswachstums beobachtet worden [...] Wie die Deutschen Biologen D. von Holst und H. Autrum nachgewiesen haben, [führt] eine durch übergroße Populationsdichte bewirkte gruppeninterne Aggression und Reizbarkeit zu Stress-Phänomenen, die widernatürliches Verhalten (Auffressen der eigenen Jungen, abwegiges Sexualverhalten), körperliche Veränderungen und schließlich eine Verminderung der Nachwuchsquote zur Folge haben [...]

Will man nun aufgrund der [...] allgemeinen Grundlagen der Populationsdynamik für die menschliche Weltbevölkerung Prognosen wagen, so muss neben der durchaus bestehenden Homologie mit den Populationen anderer höherer Lebewesen auch die Sonderstellung unserer Spezies berücksichtigt werde. Eine angemessene Regulation des Bevölkerungsumfangs der gegenwärtigen Menschheit kann daher auf zwei Wegen erfolgen:

  • durch die Auswirkung der natürlichen, spontanen Hemmfaktoren des Populationswachstums, wie sie von der Umwelt ausgehen [...]

  • durch die Auswirkungen künstlicher, freiwilliger vom Menschen selbst eingeführter Hemmfaktoren der Bevölkerungszunahme.

Das Ziel beider wäre, wenn die Gesamtpopulation überleben soll, ein Einschwenken der Wachstumskurve in den Verhulst-Pearl-Verlauf, also ein Nullwachstum der Weltbevölkerung".


Reinhard Dahlberg

"Die Menschheit würde über Katastrophen globalen Ausmaßes vermutlich mindestens wieder auf einen Bevölkerungsstand zurücksinken, den sie am Beginn der Industrialisierung hatte [...]

Die Befürworter der »Sanften Energietechnologien«: propagieren im Grunde diesen Zustand, ohne dass es ihnen offensichtlich klar ist, dass sie implizite das Verschwinden von einigen Milliarden Menschen voraussetzen."


Hassenstein Bernhard Hassenstein

Zoologe (Verhaltensbiologe)

"Sollte es beim Menschen eine natürliche Nichthemmung bzw. Veranlagung zum Töten von Gruppenfremden geben, so könnte diese das einzige ihm von der Natur mitgegebene Mittel gegen eine Übervölkerung sein. Nachdem das Töten von Mitmenschen durch die Entwicklung der Humanität geächtet wurde, ist es eine Aufgabe allein des Kulturbereichs --- speziell der Wissenschaft und der Politik ---, die tödliche Gefahr der Übervölkerung zu bannen."

(Das spezifisch Menschliche nach den Resultaten der Verhaltensforschung.)


Heinrich K. Erben

Paläobiologe

"Ob sich der durch diese Hemmfaktoren gebildete Umweltwiderstand aber rechtzeitig und im erforderlichen Ausmaß stabilisierend (Nullwachstum) auf die Populationszunahme auswirken kann, erscheint mir [Erben] mehr als fraglich, denn ihm wird die Menschheit aus Gründen der Humanität, solange sie dazu in der Lage ist, nach wie vor tatkräftig entgegenwirken: Internisten werden die durch Stress entstehenden Zivilisationskrankheiten auch künftig heilen, Psychotherapeuten die Stress-Neurosen auch weiterhin bekämpfen, Gerontologen das Lebensende der Menschen auch in Zukunft immer weiter hinauszögern. Epidemien wird entgegengewirkt werden, Hungersnöte wird man durch internationale Hilfsmaßnahmen lindern, Menschenleben vernichtende Kriege werden auch künftig durch Friedensmaßnahmen der Großmächte schon im Frühstadium unterdrückt werden. Dies alles, wie gesagt, so lange die Menschheit dazu in der Lage ist, so lange »sie sich das leisten kann« [...]

Unter diesen Umständen verbleibt als andere Alternative einer sinnvollen Regulation der menschlichen Populationsdynamik nur noch der zweite Weg, nämlich der einer Einführung von künstlichen freiwillig geschaffenen Hemmfaktoren des weiteren Wachstums:

Einschränkung der Zuwachsrate durch Geburtenbeschränkung und gleichzeitige Erhöhung der Sterbequote."


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